Denkt man an Nistkästen, denkt man eigentlich zunächst an die Brutsaison im Frühjahr. Es hat allerdings viele Vorteile neue Nistkästen bereits im Herbst aufzuhängen.

Einerseits können die Gartenvögel so bereits mögliche Brutplätze erkunden und damit steigt die Chance einer Nutzung in Frühjahr und Sommer. Andererseits werden Nisthilfen von Vögeln, Kleinsäugern und Insekten als Winterquartier in kalten Nächten verwendet.

Darum möchte der NABU-Shop in dieser Woche die Woche der Nistkästen ausrufen!

Einen geeigneten Nistkasten finden

Wer einen Nistkasten aufhängt, möchte sich im Frühjahr auch über den Bruterfolg freuen. Um zu vermeiden eine Nisthilfe anzubieten, die keinen Bewohner findet, kann es hilfreich sein, zu beobachten, welche Vögel sich bereits im Garten befinden und für diese einen passenden Kasten bereitstellen. Denn mitunter gibt es hier deutliche lokale und regionale Unterschiede.

In der folgenden Grafik sehen Sie auf einen Blick, welche Öffnung für welchen Vogel geeignet ist. 

Einflugöffnung: Unter anderem geeignet für:
ø 28 mm Kleine Meisenarten, wie Blaumeise oder Tannenmeise
ø 32 mm Große Meisen, wie Kohlmeise oder Haubenmeise
ø 34 mm und oval Haus- und Feldsperling, Kleiber, Trauerschnäpper und Gartenrotschwanz
ø 45 mm Star und Buntspecht
ø 80 mm Hohltaube und Dohle
ø 130 mm Waldkauz
Halboffen Rotkehlchen, Hausrotschwanz, Bachstelze, Amsel und Grauschnäpper

Welches Material bietet sich an?

Im NABU-Shop haben Sie die Auswahl aus verschiedenen hochwertigen Nistkästen mit unterschiedlichem Design und Material, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Bewohner angepasst sind.

Nistkästen aus Holz 

Für sowohl Einsteiger, als auch Profis sind Nistkästen aus Holz hervorragend geeignet. Sie sind relativ leicht und schnell angebracht. Ausnahmslos alle Nistkästen werden ausschließlich mit FSC-zertifiziertem Holz produziert und damit können wir eine umweltgerechte, sozialverträgliche  und wirtschaftlich tragfähige Bewirtschaftung von Wäldern unterstützen. 

Nistkästen aus Holzbeton

Bei Holzbeton handelt es sich um eine Mischung aus Holzfasern und Beton, damit eignet sich das Material ausgezeichnet für Nistkästen. Holzbeton-Nistkästen sind besonders atmungsaktiv und isolierend und das wirkt Temperaturschwankungen im Kasten entgegen. Darüber hinaus trotzen die Nistkästen jedem Wetter und sind über viele Jahre einsetzbar. Der Holzanteil ist selbstverständlich aus FSC-zertifizierten Grundstoffen hergestellt.

Nistkästen richtig aufhängen

Nachdem Sie sich für einen oder mehrere Nistkästen entschieden haben, muss natürlich ein geeigneter Platz auf dem Balkon oder im Garten gefunden werden. Dabei gibt es einige Dinge zu beachten:

  • Der Nistkasten muss frei anfliegbar sein (Ausnahme halboffene Varianten) und sollte an einem ruhigen Ort hängen
  • Die Einflugöffnung zeigt in die Himmelsrichtung Osten oder Nordosten
  • Der Kasten sollte in mindestens 2 Meter Höhe aufgehängt werden

Halboffene Varianten für Rotkehlchen oder Amsel können etwas versteckt in Hecke oder Gebüsch befestigt werden.

Einige Brutvögel wie Meisen sind sehr territorial, deshalb sollten Nistkästen, die sich an eine Art richten (z.B.  32mm für Kohlmeisen) mindestens 10 Meter Abstand aufgehängt werden. Sperlinge oder Mehlschwalben hingegen brüten gern in Kolonien - hier können mehrere Nisthilfen nebeneinander hängen.

Weitere Tipps zum aufhängen von Nistkästen erhalten Sie in diesem Video.

Nistkästen nach der Brutsaison reinigen

Wenn der letzte Vogelnachwuchs im Spätsommer das Nest verlassen hat, ist es anzuraten den Nistkasten zu reinigen. In alten Nestern können sich Parasiten befinden, die ohne Reinigung die Brut der nächsten Saison beeinträchtigen können. Spezielle Reinigungsmittel sind nicht notwendig, es reicht eine Bürste und eventuell klares Wasser.

Kontrollieren Sie vor dem Öffnen, ob sich nicht doch schon jemand ein Winterquartier gesucht hat. Denn in diesen Fällen sollten Sie von der Reinigung absehen.

Alle unseren Nistkästen lassen sich leicht öffnen, was die Reinigung besonders vereinfacht.